Firmenfinanzierung in der Schweiz stärken

Die Verrechnungssteuer hindert Unternehmen oftmals daran, Kapital in der Schweiz aufzunehmen. Der Zweck der Steuer ist es eigentlich, die Steuereinnahmen zu sichern und Hinterziehung zu bekämpfen. Doch in Realität wird sie in vielen Fällen zu einer unattraktiven Endbelastung für Unternehmen und natürliche Personen. Die Schweiz schadet sich im aktuellen System selber, weil Unternehmen und Investoren ins Ausland ausweichen. Die FDP begrüsst darum den heutigen Entscheid des Bundesrats, die längst überfällige Verrechnungssteuerreform wieder aufzunehmen.

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Der Bundesrat hat bereits mehrere Anläufe genommen, um die Schweizer Verrechnungssteuer so umzubauen, dass der Rückbehalt von 35% des Ertrages nicht in allen Fällen abgezogen wird. Wenn dieser nämlich keinen Sicherungszweck erfüllt und nicht zurückgefordert werden kann, wird sie zu einer unnötigen und unverhältnismässigen Endbelastung für Unternehmen und natürliche Personen. Nun nimmt der Bundesrat endlich die bereits seit 2014 geplante Reform, welche einen teilweisen Umbau zum Zahlstellenprinzip vorsieht, wieder auf. Die FDP hat die Reform von Beginn weg unterstützt.

Unternehmensfinanzierung zurück in die Schweiz bringen

Es ist unsinnig, dass die Schweiz sich mit dem momentanen System selber schadet. Firmen wickeln ihre Unternehmensfinanzierung im Ausland ab, weil die Schweizer Verrechnungssteuer die Ausgabe von Obligationen im Inland ins Ausland völlig unattraktiv macht. Mit dem Umbau der Verrechnungssteuer wird der Standort Schweiz umfassend gestärkt: Die Unternehmensfinanzierung kommt zurück in die Schweiz und statt Kosten wird die Reform langfristig zusätzliche Einnahmen generieren. Das Schweizer Steuersystem muss attraktiv ausgestaltet werden, damit wir für den immer intensiver werdenden internationalen Wettbewerb gewappnet sind.

FDP.Die Liberalen. Gemeinsam weiterkommen.