Wahlkampfthema 3
Wählen Sie FDP!
Stärkung des Leistungsprinzips: Noten auf allen Schulstufen und in allen Fächern
Die Abschaffung der Noten auf den unteren Schulstufen hat sich als folgenschwer erwiesen. Die schulische Leistung nur mit weichen Faktoren zu messen, reicht nicht aus und ist lebensfremd. Schülerinnen und Schüler sind lern- und leistungswillig und wollen ihre Leistung bewertet haben. Noten fördern den Lernerfolg unserer Kinder.
Vorrang für die Fächer Deutsch und Mathematik
Die Forderungen der Gesellschaft an die Volksschule sind so umfassend, dass diese unmöglich in allen Belangen genügen kann. Umfragen bei Schweizer Unternehmen zeigen, dass für die meisten Betriebe zwei Fächer zentral sind: Erstsprache, d.h. Deutsch, und Mathematik. Die Kompetenzen in weiteren Fächern folgen mit einigem Abstand. Naturwissenschaften, Englisch oder die Zweitsprache werden dann bedeutender, wenn die Schul- und Leistungsstufe höher ist.
Erstsprache und Mathematik legen für andere Fächer die Grundlage und sind auch für die Naturwissenschaften von entscheidender Bedeutung. Technik und Naturwissenschaften sind für das Innovationsland Schweiz lebenswichtig. Die Volksschule muss verstärkt das Interesse der Jugendlichen an Technik und Naturwissenschaft wecken und fördern.
Umsetzung von HarmoS und Lehrplan 21
Stärkung der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
Der Kanton muss die Umsetzung von HarmoS und Lehrplan 21 sorgfältig planen, durchführen und hinterher kritisch überprüfen. Die Umsetzung muss mit Augenmass sowie mit genau einem Ziel erfolgen: die Fachkompetenzen wie auch die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler sind zu stärken. Gewerbe und Wirtschaft stellen fest, dass die fachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler besser werden müssen. Auch die sozialen Kompetenzen wie Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und Teamfähigkeit haben einen hohen Stellenwert für die Unternehmen und müssen gefördert und auch gefordert werden.
Vergleichs-, Abschluss- und Übertrittstests
Auf allen Schulstufen sind vergleichende Tests einzuführen. Am Ende der Volksschulstufe sowie ein Jahr davor sind Abschlusstests durchzuführen, die für den Jugendlichen und für die Wirtschaft aussagekräftig sind. Die Zulassungsbedingungen zur Sekundarstufe II sind messbar zu definieren und deren Abschlüsse vergleichbar zu formulieren. Die Selektion soll der bestmöglichen Motivation und Entfaltung der Jugendlichen dienen.
Aufwertung der Berufsbildung und der Anerkennung der Leistungen von KMU bei der Berufsbildung!
Die Berufsbildung ist ein Schweizer Erfolgsmodell. Die in einer Lehre ausgebildeten Berufsleute gehören weltweit zu den Besten. Die FDP will, dass die Ausbildung von Praktikern für Praktiker bei Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie Lehrpersonen wieder aufgewertet werden. Damit soll die Wahl wieder verstärkt auf diesen Ausbildungstyp fallen. Die FDP stellt sich damit gegen den gefährlichen Trend der Verschulung der klassischen Bereiche der Berufsbildung.
Die FDP fordert ausserdem, dass Schulabgängerinnen und –abgänger wieder über die notwendigen Fähigkeiten für die Berufslehre verfügen. Schliesslich will die FDP, dass für Ausbildungsbetriebe, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), bürokratische Hürden und Kosten der Berufsbildung gesenkt werden. Die Leistungen der KMU sollen zudem stärker belohnt werden bspw. als Vergabekriterien bei öffentlichen Beschaffungen.



